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InfOHRmationstag Seifert Hörmesse München 2012

1. InfOHRmationstag
Seifert Hörmesse München

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Deutscher Zukunftspreis 2012 für "Binaurale Hörgeräte - räumliches Hören für alle".

Bundespräsident Joachim Gauck zeichnet die Physiker Birger Kollmeier und Volker Hohmann vom Oldenburger Exzellenzzentrum für Hörforschung sowie den Ingenieur Torsten Niederdränk von der Siemens AG mit dem Deutschen Zukunftspreis 2012 aus.

Für die Betroffenen bedeutet ihre Schwerhörigkeit im sozialen Leben eine große Einschränkung, denn sobald sie einen Raum betreten, in dem sich mehrere Menschen gleichzeitig unterhalten oder laute Hintergrundgeräusche auftreten, wird das Hören und Erkennen Einzelner Stimmen fast unmöglich. Hier sind konventionelle Hörgeräte kaum hilfreich. Binaurale Systeme ermöglichen jedoch dreidimensionales Hören sogar in solch schwierigen Situationen. Dies wird erreicht, weil die Hörgeräte in beiden Ohren miteinander drahtlos verbunden und entsprechend des individuellen Hörschadens aufeinander abgestimmt sind. Zudem lassen sich mithilfe eines neuartigen Diagnoseverfahrens und mathematischer Algorithmen Hörfehler gezielt kompensieren. Die Firma Siemens Audiologische Technik entwickelte 2004 das erste binaurale Hörgerät und brachte es auf den Markt. Mittlerweile verfügen alle großen Hersteller von Hörgeräten über diese Technik. Diese wird sowohl in IdO-Systemen als auch in HdO-Systemen eingesetzt.

Die Anwendung der binauralen Hörsysteme ist nicht nur auf Menschen mit einem eingeschränkten Hörvermögen begrenzt. Auch Nutzer von Unterhaltungs-Elektronik oder Smartphones sollen demnächst von einer besonderen Unterstützung des binauralen Höreindrucks profitieren.

Birger Kollmeier sieht dabei in der Technik einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt, nämlich der Stigmatisierung der von Schwerhörigkeit Betroffenen durch ein Hörgerät zu entgehen: „Wer ein Hörgerät trägt, gilt als alt oder gar dumm. Es sollte genau anders sein: Ein Hörgerät sollte zeigen, dass man offensiv mit seiner Hörschwäche umgeht und sich kümmert.“ Ziel sind daher Hörhilfen, die nicht nur immer kleiner werden, sondern letztlich nicht mehr sind als ein kleiner Chip in einem Smartphone, MP3-Player, Fernseher oder Radio. „Das Smarte am Smartphone ist, dass es die individuelle Hörstörung nicht nur beim Telefonieren korrigieren würde, sondern auch bei Konferenzen, beim Fernsehen oder Radio hören“, führt Birger Kollmeier aus.

 

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