Wie oft bekommt man neue Hörgeräte?

Nach 6 Jahren ist die Hörgerät-Nutzungsdauer bei diesem Mann überschritten und er bekommt Ersatz.

Nutzungsdauer und Kostenübernahme

Aus der Hörakustik
02.04.2026

Hörgeräte sind für viele Menschen eine wichtige Investition – nicht nur finanziell, sondern vor allem für mehr Sicherheit, Komfort und Lebensqualität im Alltag. Umso verständlicher ist die Frage: Wie lange kann ich mich auf mein Hörgerät verlassen und wann wird ein Wechsel sinnvoll?

Die Hörgeräte-Nutzungsdauer wird dabei durch mehrere Aspekte beeinflusst:

  • die technische Haltbarkeit,
  • die individuelle Veränderung des Hörbedarfs
  • und die Kostenübernahme der Krankenkassen.

In diesem Beitrag geben wir Ihnen eine klare Orientierung: Zuerst schauen wir darauf, wie lange Hörgeräte technisch „durchhalten“ und welche Faktoren die Lebensdauer beeinflussen. Danach erklären wir, woran Sie erkennen, dass ein neues Hörgerät sinnvoll oder notwendig wird – auch wenn das aktuelle noch funktioniert. Und schließlich beantworten wir eine der häufigsten Fragen: Wie oft beteiligt sich die Krankenkasse an neuen Hörgeräten?

Für gutes Hören geht es nicht nur um das Hörgerät, es geht um Vertrauen…

Gemeinsam finden wir die für Sie passende Hörlösung!
Eine Kundenberatung zu in Ohr Hörgeräten in einer unserer Filialen

Wie lange halten Hörgeräte?

Billige Elektronik aus dem Internet steht im Ruf, kaum die Gewährleistungsfristen zu erreichen, bevor die Nutzungsdauer aufgrund von Defekten endet. Das kann auch auf Hörhilfen zutreffen. Hochwertige Hörgeräte aus dem Fachhandel halten dagegen zuverlässig mehrere Jahre. In unseren Filialen warten wir teilweise Hörhilfen, die bereits seit mehr als zehn Jahren im Einsatz sind.

Wichtig für eine lange Lebensdauer ist dabei – neben der Qualität des Hörgeräts – vor allem der pflegliche Umgang. So sollten die Hörgeräte nicht mechanisch belastet werden (z. B. durch Herunterfallen). Außerdem sollten Sie Ihre Hörgeräte richtig reinigen, sie trocken halten und sie regelmäßig warten lassen. Die Wartungskosten übernimmt dabei in der Regel Ihre Krankenkasse.

Moderne Hörgeräte sind außerdem meist modular aufgebaut. Wird ein Bauteil beschädigt, lässt sich das Hörgerät daher in der Regel reparieren und dessen Lebensdauer damit verlängert werden. Gerade bei Hörgeräten mit Akku kann ein Austausch des gealterten Akkus sinnvoll sein; in vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse auch hier die Kosten für nicht selbst verschuldete Reparaturen.

Wann braucht man ein neues Hörgerät?

Auch wenn das Hörgerät das Ende seiner Lebensdauer noch nicht erreicht hat, kann es sein, dass der Träger ein neues Hörgerät benötigt. Ursachen dafür können ein weiter verschlechtertes Hörvermögen oder Veränderungen am Ohr sein. Gerade bei kleinen Im-Ohr-Hörgeräten kann es vorkommen, dass ihre Leistung bei zunehmender Schwerhörigkeit nicht mehr ausreicht. Kinder-Hörgeräte dagegen werden durch das oft rasche Wachstum des Kindes schnell zu klein.

Wenn Sie mit Ihrem Hörgerät nicht mehr richtig hören oder das Hörgerät nicht mehr passt, sollten Sie zunächst in Ihre Hörakustiker-Filiale kommen. In vielen Fällen lässt sich das Problem durch eine Nachjustierung des Prozessors, durch eine Anpassung der Otoplastik oder durch eine Reparatur lösen. Auch hierfür übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten.

Wie oft zahlt die Krankenkasse neue Hörgeräte?

Mit einer Hörgerät-Kostenübernahme durch die Krankenkasse für ein neues Hörgerät könne gesetzlich Versicherte je nach Krankenkasse nach 6 Jahren rechnen. In Ausnahmefällen können Patienten ein neues Hörgerät auch vor Ablauf von 6 Jahren bekommen. Das gilt insbesondere dann, wenn das alte Modell nicht mehr ausreichend an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden kann. Verschlechtert sich die Schwerhörigkeit stark, dann reicht in manchen Fällen die Leistung des alten Hörgeräts nicht mehr aus. In diesem Fall sollte das konkret in der Verordnung durch den HNO-Arzt vermerkt sein.

Wie oft braucht man neue Ohrpassstücke?

Ohrpassstücke sind grundsätzlich sehr langlebig – vorausgesetzt, sie werden regelmäßig gereinigt und nicht mechanisch beschädigt. Trotzdem lohnt es sich, etwa alle zwei Jahre gemeinsam zu prüfen, ob die Otoplastik noch optimal sitzt und dicht abschließt. Denn schon kleine Veränderungen am Material oder am Sitz können sich auf den Hörkomfort und das Sprachverstehen auswirken.

Bei Kindern – und auch bei Erwachsenen, wenn sich der Gehörgang verändert (z. B. durch Gewichtsveränderungen, Narben, häufige Entzündungen oder einfach durch natürliche Veränderung) – kann deshalb ein häufigerer Austausch notwendig sein. Die gute Nachricht: In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für neue Ohrpassstücke, wenn sie medizinisch bzw. aus versorgungstechnischen Gründen notwendig sind. Bei speziellen Materialien oder Sonderwünschen kann allerdings auch ein Eigenanteil entstehen. Gerne beraten wir Sie dazu im Rahmen eines kurzen Checks in Ihrer Filiale.

Autor: Redaktion HörWelt

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